Streiche diese Wörter sofort, um deine Frequenz zu erhöhen
Oder besser, hinterfrage sie bewusst
Und bevor wir starten, lass mich eins ganz klar sagen: Du darfst sagen „Ich kann nicht“. Du darfst Angst haben. Du darfst überfordert sein. Du darfst hoffen. Du bist ein Mensch, kein Motivationsposter. Aber wenn diese Worte zu deinem Dauerzustand werden, dann formen sie dein Denken. Und dein Denken formt dein Leben. Es geht nicht darum, Gefühle zu verbieten. Es geht darum, nicht in ihnen wohnen zu bleiben.
„Ich kann nicht…“
Natürlich gibt es Dinge, die du gerade nicht kannst. Vielleicht fehlt dir Wissen, Erfahrung, Kraft, Mut oder die Energie. Das Problem ist nicht der Satz. Das Problem ist, wenn aus „Ich kann das noch nicht“ ein endgültiges Urteil über dich wird. Wenn du ständig sagst Ich kann das nicht. Ich kann mir das nicht leisten. Ich kann nicht loslassen, dann trainierst du dein Gehirn auf Begrenzung. Dein Kopf sucht automatisch Beweise dafür, warum du recht hast.
Du darfst sagen „Das fällt mir gerade schwer“. Aber frag dich danach: Was bräuchte ich, um es zu lernen? Was wäre ein kleiner erster Schritt? Das ist der Unterschied zwischen Resignation und Entwicklung.
„Ich bin nicht…“
Ich bin nicht kreativ.,Ich bin nicht gut genug., Ich bin nicht liebenswert. Das sind keine Gefühle, das sind Identitäten. Und Identitäten sind gefährlich, wenn sie negativ sind, weil du dich danach verhältst. Du darfst dich unsicher fühlen. Du darfst dich vergleichen. Du darfst dich auch mal ungenügend fühlen. Aber du bist nicht dein schlechtester Gedanke über dich. Wenn du immer wieder „Ich bin nicht…“ sagst, programmierst du dich auf Stillstand.
Wenn du stattdessen sagst: „Ich lerne.“, „Ich wachse.“, „Ich entwickle mich.“, dann bleibt Bewegung drin. Und Bewegung ist alles.
„Ich muss…“
Dieser Satz klingt harmlos, ist er aber nicht. „Ich muss noch arbeiten.“, „Ich muss Sport machen.“, „Ich muss mich um alles kümmern.“ Muss erzeugt Druck. Druck erzeugt Widerstand. Widerstand erzeugt Stress. Natürlich gibt es Pflichten, du hast Verantwortung.
Aber der Unterschied zwischen „Ich muss“ und „Ich entscheide mich dafür“ ist gewaltig. Wenn du sagst: „Ich entscheide mich zu arbeiten, weil ich Sicherheit will.“, dann übernimmst du Kontrolle. Du bist nicht Opfer deiner To-do-Liste, du triffst Entscheidungen, und das fühlt sich komplett anders an.
„Das ist schwer…“
Ja, manches ist schwer. Neue Menschen kennenlernen, finanziell unabhängig werden oder die Vergangenheit loslassen. Du darfst anerkennen, dass etwas Kraft kostet. Aber wenn schwer dein Standardetikett wird, dann gehst du schon mit Widerstand rein. Dein Körper spannt sich an. Dein Kopf geht in Abwehr. Du rechnest mit Problemen. Und genau das bekommst du oft.
Statt „Das ist schwer“ kannst du sagen „Das fordert mich.“, „Das ist neu für mich.“ oder „Das darf ich lernen.“. Gleiche Realität, andere Haltung.
„Ich habe Angst…“
Angst ist kein Fehler, sie ist Schutz. Du darfst Angst vor Scheitern haben. Du darfst Angst haben, nicht gut genug zu sein. Du darfst Angst haben, verlassen zu werden. Angst bedeutet nur, etwas ist dir wichtig. Aber Angst darf ein Signal sein, kein Lenkrad. Wenn du bei „Ich habe Angst“ stehenbleibst, bestimmt sie dein Verhalten.
Wenn du ergänzst: „…und ich gehe trotzdem einen kleinen Schritt.“, dann wächst du. Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Mut ist Bewegung trotz Angst.
„Ich hoffe…“
Hoffen klingt positiv, ist aber oft passiv. „Ich hoffe, dass alles gut wird.“, „Ich hoffe, dass ich glücklich werde.“, „Ich hoffe, dass ich den richtigen Partner finde.“ Hoffen kann ein Warten sein und Warten fühlt sich machtlos an.
Du darfst hoffen, aber frag dich: Was liegt in meinem Einfluss? „Ich hoffe“ kann sich verwandeln in: „Ich tue meinen Teil.“, „Ich bin bereit.“ oder„Ich gehe los.“ Das ist kein magisches Denken, das ist Verantwortung.
Worum es wirklich geht
Es geht nicht darum, nie wieder negativ zu sprechen. Es geht nicht darum, dich selbst zu zensieren. Und es geht schon gar nicht darum, Gefühle wegzudrücken. Du darfst traurig sein, müde, überfordert. Du darfst Angst haben.
Aber bleib nicht dauerhaft in Sätzen hängen, die dich klein halten. Worte sind nicht nur Geräusche. Sie strukturieren dein Denken, und dein Denken strukturiert dein Handeln.
Wenn du jeden Tag sagst „Ich kann nicht“, wirst du weniger ausprobieren.
Wenn du jeden Tag sagst „Ich muss“, wirst du dich dauerhaft unter Druck setzen.
Wenn du jeden Tag sagst „Ich bin nicht gut genug“, wirst du dich selbst sabotieren, bevor es jemand anderes tut.
Ein ehrlicher Mittelweg
Du musst nicht von heute auf morgen alles positiv formulieren. Das wirkt oft künstlich. Aber du kannst anfangen, deine Sätze zu beobachten. Nicht bewerten, nur bemerken. Und dann vielleicht minimal verändern:
Statt „Ich kann das nicht.“ vielleicht „Ich kann das noch nicht.“
Statt „Ich habe Angst.“ vielleicht „Ich habe Angst und ich gehe trotzdem weiter.“
Statt „Ich muss mich um alles kümmern.“ vielleicht „Ich übernehme Verantwortung, aber ich darf mir Hilfe holen.“
Das ist kein Fake-Optimismus. Das ist Selbstführung. Am Ende geht es um eins: Nicht darum, perfekt zu sprechen, sondern bewusst. Du darfst alles fühlen, aber du musst nicht jede Begrenzung zu deiner Wahrheit machen. Und manchmal beginnt Veränderung wirklich mit einem einzigen Satz, den du anders wählst.
Mehr zu Bewusstsein, Manifestation, Mindset und Energie findest du hier:
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