Süchte und was sie dir zeigen

Veröffentlicht am 23. Januar 2026 um 07:01

Die Bedeutung von Süchten

Und was sie dir eigentlich zeigen

Bevor wir in die einzelnen Süchte gehen, möchte ich dir eins ganz klar sagen, weil es so wichtig ist: Sucht ist selten Charakterschwäche und fast nie einfach nur schlechte Disziplin. Sucht ist meist ein Versuch deines Systems, etwas zu lösen, was sich innen gerade nicht gut halten lässt. Manchmal ist es Stress, manchmal ist es Leere. Manchmal ist es Trauer, Wut, Angst oder dieses diffuse Gefühl von „Ich kann nicht mehr“. Und manchmal ist es auch schlicht ein Nervensystem, das zu lange auf Alarm läuft und irgendwann irgendeinen Hebel sucht, um kurz runterzufahren.

Psychologisch betrachtet ist Sucht oft eine erlernte Strategie zur Emotionsregulation. Du fühlst etwas Unangenehmes, dein Gehirn erinnert sich an etwas, das schnell Erleichterung bringt, und dann greifst du dahin. Biologisch spielen dabei Dopamin (Antrieb/Belohnung), Stresshormone wie Cortisol und die Gewöhnung eine große Rolle, weil dein Körper lernt: „Das hilft mir kurzfristig.“ 

Spirituell betrachtet kann man sagen: Sucht zeigt dir, wo du dich selbst gerade verlierst, wo du abgeschnitten bist von echter Nahrung (Liebe, Ruhe, Sinn, Sicherheit, Verbindung, Selbstwert), und wo du versuchst, diese Nahrung über Ersatz zu holen.

Und ganz wichtig: Nicht jede Gewohnheit ist gleich Sucht. Der entscheidende Punkt ist meistens nicht das „Was“, sondern das „Wie“.

Wenn du merkst, dass es dich steuert, dass du ohne unruhig wirst, dass es dein Denken einengt oder dass du dich danach eher leerer als voller fühlst, dann lohnt sich der Blick dahinter.

 

Rauchen

Rauchen wirkt im Alltag oft wie eine Mini-Pause auf Knopfdruck, weil du dir damit einen Moment zum Atmen nimmst, selbst wenn du es eigentlich nicht bewusst so formulierst. Spirituell betrachtet steht Rauchen häufig für das Bedürfnis nach Abstand, nach einem eigenen Raum, nach einem „Ich bin kurz weg“ in einer Welt, die zu laut, zu schnell oder zu fordernd ist. Viele Menschen rauchen nicht nur Nikotin, sie rauchen Druck weg, sie rauchen Überforderung runter, sie rauchen sich eine Grenze, die sie im Alltag sonst schwer setzen können.

Wenn du ehrlich hinschaust, fehlt dir in solchen Momenten oft nicht die Zigarette, sondern der Zustand, den sie dir gibt: ein kurzer Reset, ein Gefühl von „Ich darf kurz aussteigen“, manchmal auch ein Moment von Selbstkontakt. Biologisch sorgt Nikotin für schnelle Effekte im Belohnungssystem und kann gleichzeitig Spannung reduzieren, was erklärt, warum es sich beruhigend anfühlt, obwohl es den Körper eigentlich aktiviert.

Das Muster dahinter ist häufig:

Stress - innerer Druck - Bedürfnis nach Unterbrechung - Rauchen - kurzfristige Entlastung - Gewöhnung - erneuter Stress.

Chakrenbezug: 

💠 Halschakra (Ausdruck, Grenzen, „Nein sagen“)

🟢 Herzchakra (innerer Druck, emotionale Enge)

Themen: 

* Abgrenzung

* Überreizung

* unterdrückte Emotionen

* Pausen

* Selbstfürsorge

* das Gefühl „Ich darf nicht einfach sein“

 

Cannabis

Cannabis wird von vielen genutzt, um den Kopf leiser zu machen und den Körper zu entspannen, besonders wenn innerlich ständig Gedanken kreisen oder Gefühle zu intensiv sind. Spirituell betrachtet steht Cannabis oft für den Wunsch nach Weite, nach Entschleunigung und nach einem „Nicht so viel spüren müssen“. Es ist wie ein Schleier, der sich über das Nervensystem legt, damit es nicht mehr alles so hart abbekommt. Viele Menschen nutzen Cannabis nicht, weil sie high sein wollen, sondern weil sie endlich mal nicht so angespannt sein wollen.

Was dir eigentlich fehlt, ist dann häufig innere Ruhe, Sicherheit und das Gefühl, nicht dauernd funktionieren zu müssen. Psychologisch kann Cannabis kurzfristig entlasten, weil es Stresswahrnehmung verändert, langfristig kann es aber auch dazu führen, dass du unangenehme Gefühle nicht mehr wirklich verarbeitest, sondern eher umgehst.

Das Muster dahinter ist oft:

Überforderung - Reizflut - „Ich brauch Abstand“ - Konsum - Entkopplung/Entspannung - Rückkehr in den Alltag - erneute Überforderung.

Chakrenbezug:

🔵 Stirnchakra (Gedanken, innerer Film) 

🟣 Kronenchakra (Abheben, Abstand, Sinnsuche)

Themen: 

* Überforderung

* Sensibilität

* Flucht vor innerem Druck

* Angst vor Emotionen

* Wunsch nach Frieden im Kopf

 

Alkohol

Alkohol ist gesellschaftlich so normalisiert, dass viele gar nicht merken, wie schnell er zur emotionalen Krücke werden kann. Spirituell betrachtet steht Alkohol oft für den Wunsch nach Leichtigkeit, nach Kontakt, nach „Ich will mich mal nicht so kontrollieren“. Alkohol nimmt dir kurzfristig das innere Korsett ab, er macht lockerer, mutiger, geselliger, manchmal auch emotionaler. Deshalb ist Alkohol für viele nicht Sucht nach dem Getränk, sondern Sucht nach dem Zustand: weniger Kopf, weniger Hemmung, mehr Gefühl oder mehr Zugehörigkeit.

Wenn du nicht eifersüchtig, aber innerlich angespannt bist oder dich in Gesellschaft unsicher fühlst, kann Alkohol sich wie ein Türöffner anfühlen. Psychologisch wirkt er kurzfristig angstlösend, langfristig kann er aber die Stimmung drücken und die Stressregulation verschlechtern, wodurch du schneller wieder den nächsten Ausgleich brauchst.

Das Muster dahinter lautet oft:

Anspannung/Unsicherheit - Alkohol - Enthemmung - kurze Erleichterung - danach Leere, Scham oder Kater - erneutes Bedürfnis nach Erleichterung.

Chakrenbezug:

🟠 Sakralchakra (Kontakt, Genuss, Nähe) 

🟢 Herzchakra (Bindung, Verletzlichkeit).

Themen: 

* soziale Unsicherheit

* emotionale Hemmungen

* Einsamkeit

* das Bedürfnis nach Verbindung

* das Gefühl „Ich darf sonst nicht so sein“

 

Medikamente

Medikamente werden von vielen genutzt, um innere Zustände zu regulieren, die sich sonst kaum aushalten lassen, zum Beispiel Angst, innere Unruhe, Schlaflosigkeit, emotionale Leere oder das Gefühl, permanent unter Strom zu stehen. Spirituell betrachtet stehen Medikamente oft für den Wunsch nach Stabilität, nach Halt und nach einem verlässlichen „Es funktioniert irgendwie“, wenn das eigene System sich unsicher, überfordert oder aus dem Gleichgewicht anfühlt. Sie wirken wie ein inneres Geländer, an dem man sich festhalten kann, wenn das Leben oder die eigenen Gefühle zu wackelig werden. Viele Menschen greifen nicht zu Medikamenten, weil sie nichts fühlen wollen, sondern weil sie sich endlich wieder tragfähig fühlen möchten.

Was dir eigentlich fehlt, ist dann häufig innere Sicherheit, ein Gefühl von Boden unter den Füßen und die Erfahrung, dass du mit dem, was in dir passiert, nicht alleine bist. Psychologisch können Medikamente enorm hilfreich und stabilisierend sein, gerade bei starken Belastungen oder Erkrankungen, weil sie dem Nervensystem erstmal Ruhe verschaffen. Gleichzeitig kann es passieren, dass Gefühle, Konflikte oder alte Themen nicht mehr wirklich verarbeitet werden, sondern im Hintergrund bleiben, solange das Medikament den Druck dämpft.

Das typische Muster dahinter ist oft:

innere Instabilität - Angst oder Überforderung - Medikament als Stabilisator - funktionaler Alltag - ungelöste Themen im Hintergrund - erneuter innerer Druck, sobald Sicherheit wackelt.

Chakrenbezug:

🔴 Wurzelchakra (Sicherheit, Stabilität, Halt im Leben)

🔵 Stirnchakra (Gedankenregulation, innere Ordnung, mentale Kontrolle).

Themen:

* Bedürfnis nach Sicherheit

* Angst vor Kontrollverlust

* emotionale Überforderung

* Wunsch nach Stabilität und Normalität

* Halt von außen, wenn innerer Halt fehlt

 

Kokain (und ähnliche Stimulanzien)

Kokain ist ein starkes Thema und ich sage es deutlich: Hier geht es nicht um ein bisschen Gewohnheit, sondern um eine hochriskante Dynamik für Körper, Psyche und Leben. Spirituell betrachtet steht Kokain oft für den Hunger nach Macht, nach Kontrolle, nach „Ich muss jetzt funktionieren“, nach Überlegenheit oder Unbesiegbarkeit, weil sich darunter oft etwas ganz anderes versteckt: ein tiefer, schmerzender Selbstwertmangel oder das Gefühl, ohne Leistung nicht zu zählen.

Was dir eigentlich fehlt, ist nicht Energie, sondern Selbstwert ohne Beweis. Psychologisch verstärkt Kokain das Gefühl, alles im Griff zu haben, während es gleichzeitig das Nervensystem extrem hochfährt, was danach oft in Leere, Crash, Gereiztheit und weiterer Suche nach dem nächsten Kick endet.

Das Muster ist häufig:

inneres Loch/Leistungsdruck - Konsum - Überhöhung/Kontrolle - Absturz - Scham/Leere - erneuter Konsum, um das Loch zu überdecken.

Chakrenbezu: 

🟡 Solarplexuschakra (Selbstwert, Macht, Kontrolle)

Themen: 

* Leistungsidentität

* Anerkennung

* Angst vor Bedeutungslosigkeit

* Kontrolle

* innere Leere

* Selbstabwertung

 

Sehnsucht (emotionale Abhängigkeit als Sucht)

Sehnsucht kann sich anfühlen wie Liebe, aber wenn sie süchtig wird, ist sie oft eher ein inneres Hungergefühl, das nicht mehr aufhört. Spirituell betrachtet zeigt Sehnsucht häufig ein Thema von innerer Trennung: Du suchst im Außen etwas, das du in dir selbst gerade nicht spürst. Das kann Geborgenheit sein, Sicherheit, Bestätigung, ein „Ich bin gemeint“, ein „Ich bin wichtig“. Sehnsucht wird zur Sucht, wenn du das Gefühl bekommst, ohne diese Person oder ohne dieses Zeichen nicht atmen zu können.

Was dir eigentlich fehlt, ist innere Bindung an dich selbst, ein sicherer innerer Anker. Psychologisch spielt hier oft Bindungsangst/Verlustangst mit rein, manchmal auch alte Erfahrungen, in denen Liebe unberechenbar war.

Das Muster dahinter ist:

innerer Mangel - Fixierung auf eine Person - kurze Dopamin-Spitze bei Kontakt - Absturz bei Distanz - erneute Suche nach Kontakt.

Chakrenbezug:

🟢 Herzchakra (Bindung) 

🟠 Sakralchakra (Verschmelzung, Nähe)

Themen: 

* Verlassenheitswunde

* Selbstwert

* alte Bindungsmuster

* Idealisierung

* die Angst, nicht genug zu sein

 

Spielsucht

Spielsucht ist selten Gier nach Geld, sondern sehr oft Sucht nach Hoffnung, Spannung und dem Gefühl, dass sich alles plötzlich drehen könnte. Spirituell betrachtet steht Spielsucht häufig für das Thema Schicksal und Kontrolle: „Vielleicht passiert heute der Moment, der alles verändert.“ Wenn du dich im Leben machtlos fühlst oder feststeckst, ist das Spiel wie eine Schein-Tür in die Freiheit. Es gibt dir kurzfristig ein Gefühl von Möglichkeit, auch wenn es dich langfristig bindet.

Was dir eigentlich fehlt, ist Selbstwirksamkeit und echte Perspektive. Biologisch ist der Kick beim Glücksspiel besonders tückisch, weil nicht die Belohnung, sondern die Unvorhersehbarkeit das Gehirn anfixt.

Das Muster dahinter ist:

innere Leere/Ohnmacht - Spiel - Kick/Hoffnung - Verlust/Scham - „Ich hol es zurück“ - noch mehr Spiel.

Chakrenbezug: 

🟡 Solarplexus (Macht, Kontrolle) 

🔴 Wurzelchakra (Sicherheit)

Themen: 

* Existenzangst

* Ohnmacht

* Hoffnungskick

* Selbstwert

* Flucht aus dem Alltag

 

Kaffee

Kaffee ist für viele das gesellschaftlich akzeptierte „Ich zieh mich hoch“. Spirituell betrachtet steht Kaffee oft für das Thema: „Meine natürliche Energie reicht nicht, aber ich muss trotzdem.“ Es ist wie eine geliehene Energie, ein Überbrücken, ein Antreiben. Wenn Kaffee zur Sucht wird, ist das häufig ein Zeichen von dauerhafter Überlastung oder einem Nervensystem, das nie wirklich runterkommt.

Was dir eigentlich fehlt, ist Regeneration, Schlaf, ein Rhythmus, der zu dir passt. Biologisch wirkt Koffein auf dein Wachsystem, aber wenn du es brauchst, um überhaupt zu funktionieren, zeigt das meist, dass dein Körper schon länger in einem Minus läuft.

Das Muster ist:

Erschöpfung - Kaffee - kurzfristige Leistungsfähigkeit - späterer Crash - erneuter Kaffee.

Chakrenbezug: 

🔴 Wurzelchakra (Grundenergie, Sicherheit)

🟡 Solarplexus (Leistung).

Themen: 

* Überforderung

* Dauerstress

* fehlende Pausen

* „Ich darf nicht schwach sein“.

 

Zucker

Zucker ist nicht nur Appetit, Zucker ist oft Trost in sehr direkter Form. Spirituell betrachtet steht Zucker für Wärme, Geborgenheit und dieses kurze Gefühl von „Es ist kurz alles okay“. Gerade wenn du emotional leer bist, kann Zucker sich wie eine Umarmung anfühlen. Das Problem ist nur: Es ist eine Umarmung, die nach wenigen Minuten wieder weg ist, und dann kommt oft das nächste Bedürfnis.

Was dir eigentlich fehlt, ist emotionale Nahrung, Zuwendung, Ruhe oder eine echte Pause. Biologisch reagiert dein Körper mit Blutzucker-Spitzen und Dopamin, was das schnelle besser fühlen erklärt, aber danach kommt oft das Tief.

Das Muster ist:

Stress/Traurigkeit - Zucker - kurzer Trost - Crash - erneuter Trostbedarf.

Chakrenbezug: 

🟠 Sakralchakra (Genuss, Bedürfnis)

🟢 Herzchakra (Trost, Wärme).

Themen: 

* emotionaler Mangel

* Selbstfürsorge

* Stressessen

* Belohnungssystem

* inneres Kind

 

Handy / Social Media

Handy-Sucht ist eine der häufigsten modernen Süchte, weil sie nicht wie Sucht aussieht, sondern wie Alltag. Spirituell betrachtet steht das Handy oft für Flucht vor Stille, weil Stille bedeutet: du spürst dich. Und genau davor haben viele Angst, nicht weil sie schwach sind, sondern weil sie nie gelernt haben, mit sich selbst ruhig zu sein. Social Media gibt dir Mini-Dopamin, Ablenkung, Verbindung, Bestätigung, und gleichzeitig nimmt es dir Präsenz.

Was dir eigentlich fehlt, ist innerer Halt, Fokus und echte Ruhe. Biologisch arbeitet das Handy mit Belohnungsreizen und Unvorhersehbarkeit, ähnlich wie Glücksspiel, was erklärt, warum man nur kurz scrollen wollte und plötzlich eine Stunde weg ist.

Das Muster ist:

Unruhe/Leere - Handy - kurze Betäubung/Belohnung - noch mehr Unruhe, weil du dich nicht mehr spürst.

Chakrenbezug: 

🔵 Stirnchakra (Fokus, Gedanken) 

💠 Halschakra (Ausdruck vs. Konsum).

Themen: 

* Reizüberflutung

* Vergleich

* Selbstwert

* Flucht vor Emotionen

* Konzentrationsprobleme

 

Arbeit (Workaholism)

Arbeitssucht wirkt oft wie Verantwortung, aber innen ist es häufig Angst. Spirituell betrachtet steht Arbeitssucht für den Versuch, den eigenen Wert zu beweisen und Kontrolle über das Leben zu behalten. Wenn du arbeitest, hast du Struktur, Anerkennung, Identität und manchmal auch einen Grund, dich nicht fühlen zu müssen. Arbeit kann dann ein sauberer Fluchtweg werden, weil er gesellschaftlich gelobt wird.

Was dir eigentlich fehlt, ist Selbstwert ohne Leistung und echte Erlaubnis zur Ruhe. Psychologisch steckt oft ein innerer Antreiber dahinter: „Sei stark“, „Streng dich an“, „Mach es richtig“, „Erst die Arbeit, dann du“.

Das Muster ist:

innere Unruhe - Arbeit - kurzfristige Sicherheit - Erschöpfung - noch mehr Arbeit, weil Stillstand Angst macht.

Chakrenbezug: 

🟡 Solarplexus (Leistung, Anerkennung)

🔴 Wurzelchakra (Sicherheit).

Themen:

* Kontrolle

* Perfektionismus

* Angst vor Bedeutungslosigkeit

* Vermeidung von Gefühlen

* Burnout-Risiko

 

Essen (emotionales Essen)

Essen ist eines der stärksten Regulationstools, weil es unmittelbar den Körper beruhigt. Spirituell betrachtet steht Essen oft für Erdung, Halt und „Ich fülle etwas“. Wenn Essen zur Sucht wird, geht es selten um Hunger, sondern um emotionale Löcher: Stress, Einsamkeit, Überforderung, Traurigkeit. Essen ist dann nicht Genuss, sondern ein Beruhigungsmittel.

Was dir eigentlich fehlt, ist Sicherheit und emotionale Versorgung. Biologisch wirken bestimmte Lebensmittel wie schnelle Belohnung und Stressdämpfung, weshalb du in Belastung automatisch dahin greifst. Das Muster ist: Stress/Leere - Essen - Beruhigung - Schuld/Scham - erneuter Stress - wieder Essen.

Chakrenbezug: 

🔴 Wurzelchakra (Sicherheit) 

🟠 Sakralchakra (Genuss/Bedürfnis).

Themen: 

* emotionaler Halt

* Selbstberuhigung

* Stressregulation

* Körperbild

* Schamspirale

 

Shopping

Shopping-Sucht ist oft Sucht nach Identität und nach einem kurzen „Ich bin jetzt besser“. Spirituell betrachtet zeigt Shopping häufig ein Thema von innerer Leere oder dem Wunsch nach Aufwertung: Du kaufst nicht nur Dinge, du kaufst ein Gefühl. Für ein paar Minuten fühlst du dich wertvoller, schöner, sicherer, passender. Danach fällt es wieder ab.

Was dir eigentlich fehlt, ist Selbstwert und innere Fülle. Psychologisch ist Shopping oft eine Belohnungsstrategie, besonders wenn du dich im Alltag zu selten belohnst oder zu selten gesehen fühlst.

Das Muster dahinter ist:

innerer Mangel - Kauf - Dopamin/Neuer Start-Gefühl - Ernüchterung - erneuter Mangel.

Chakrenbezug:

🟡 Solarplexus (Selbstwert) 

🟠 Sakralchakra (Wunsch, Begehren).

Themen: 

* Vergleich

* Selbstzweifel

* Leere

* Belohnungssystem

* Ompulskontrolle

 

Sport (zwanghaft)

Sport ist grundsätzlich etwas Gutes, aber zwanghafter Sport hat oft wenig mit Gesundheit zu tun und viel mit Kontrolle. Spirituell betrachtet steht zwanghafter Sport häufig für das Thema: „Ich darf nicht schwach sein“ oder „Ich muss meinen Körper beherrschen, damit ich mich sicher fühle“. Viele trainieren dann nicht für Freude, sondern gegen Angst, gegen Scham, gegen Unruhe. Sport wird zum Ventil und gleichzeitig zur Pflicht.

Was dir eigentlich fehlt, ist Annahme, Ruhe und ein freundlicher Umgang mit dir selbst. Biologisch wird Sport ebenfalls belohnend über Dopamin und Endorphine, und wenn du emotional keine anderen Regulatoren hast, wird genau das zur einzigen Strategie.

Das Muster ist oft:

innere Unruhe/Scham - Training - Erleichterung - Angst vor Stillstand - noch mehr Training.

Chakrenbezug: 

🔴 Wurzelchakra (Sicherheit) 

🟡 Solarplexus (Kontrolle, Leistung).

Themen: 

* Körperbild

* Perfektionismus

* emotionale Vermeidung

* Angst vor Kontrollverlust

 

Wissenswertes 

Psychologisch ist Sucht oft eine Mischung aus Gewohnheit, Emotionsregulation und Bindungsthema, weil viele Süchte dort entstehen, wo Beziehung, Sicherheit und Selbstwert wackeln. 

Biologisch ist das Belohnungssystem darauf ausgelegt, dich zu wiederholen zu lassen, was kurzfristig gut wirkt, selbst wenn es langfristig schadet, und genau deshalb ist Sucht kein reines Willenskraft-Thema. 

Spirituell betrachtet kannst du Sucht als Hinweis sehen, dass ein Teil von dir nach Liebe, Ruhe, Sinn oder Verbindung schreit, aber keine gesunde Sprache dafür gelernt hat.

 

Wenn du bei dir oder bei anderen Suchtmuster erkennst, dann musst du dich nicht schämen und auch nicht sofort alles wegkriegen

Du darfst erstmal verstehen, was da eigentlich versucht wird zu lösen, weil genau dort beginnt echte Veränderung. Die Sucht ist nicht dein Feind, sie ist ein sehr ungünstiger Helfer, der dir zeigt, wo du dich selbst gerade nicht gehalten bekommst. Und je mehr du lernst, dir das zu geben, was du eigentlich suchst (Ruhe, Halt, Trost, Verbindung, Selbstwert), desto weniger muss dein System über Ersatzwege gehen. 

 

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