„Wenn mein Chakra blockiert ist, ist etwas kaputt an mir.“ Stimmt das?

Veröffentlicht am 9. Januar 2026 um 07:04

„Wenn mein Chakra blockiert ist, ist etwas kaputt an mir.“

Warum das kompletter Unsinn ist

Hand aufs Herz: Wenn du das Wort Chakra hörst, denkst du vielleicht sofort an Räucherstäbchen, Yogamatten oder Menschen, die ständig von Energie reden, während du einfach nur müde bist und funktionieren musst. Und dann liest du irgendwo: „Dein Chakra ist blockiert.“ Zack. Der nächste Gedanke ist oft: „Okay, super. Jetzt bin ich also auch noch kaputt.“ Lass uns das direkt klarstellen: Nein. Du bist nicht kaputt. Und dein Chakra auch nicht.

 

Was viele falsch verstehen

Chakren werden oft so dargestellt, als wären sie irgendwelche empfindlichen Schalter, die bei der kleinsten falschen Bewegung blockieren. Als müsste man ständig an sich rumreparieren, damit man wieder richtig funktioniert. Das ist Unsinn. Ein Chakra ist nichts, was kaputtgehen kann wie ein Toaster. Es ist eher wie ein Regelkreis in deinem System. So wie dein Nervensystem, dein Hormonhaushalt oder dein Stresslevel. Wenn ein Chakra blockiert ist, heißt das nicht, etwas ist falsch mit dir. Es heißt, dein System passt sich gerade an, oft an Stress, Druck, Überforderung oder alte Muster.

 

Was blockiert in Wirklichkeit bedeutet

In der Realität heißt Chakra blockiert meistens einfach:

* Du hast zu lange funktioniert

* Du hast Dinge geschluckt, statt sie auszusprechen

* Du hast deine Bedürfnisse hinten angestellt

* Du warst stark, obwohl du müde warst

Dein Körper macht dann das, was Körper immer machen: Er reguliert. Manche Bereiche werden leiser, andere übernehmen mehr. Nicht, weil etwas kaputt ist, sondern weil dein System versucht, dich zu schützen. Das ist kein Fehler. Das ist Intelligenz.

 

Warum so viele sich deshalb falsch fühlen

Das Problem ist nicht dein Chakra. Das Problem ist die Botschaft, die viele daraus machen. Viele hören: „Da ist was blockiert“ und übersetzen das innerlich mit „Ich bin nicht richtig.“ Und genau das frisst Energie, Selbstwert und Vertrauen in den eigenen Körper. Dabei wäre die ehrlichere Übersetzung: „Da ist ein Bereich, der gerade Aufmerksamkeit braucht, nicht Reparatur.“

 

Ein ganz normales Alltagsbeispiel

Nehmen wir das Halschakra. Da heißt es dann schnell: „Blockiert, weil du deine Wahrheit nicht sprichst.“ Was heißt das im echten Leben?

Vielleicht:

* du sagst oft „ist schon okay“, obwohl es das nicht ist

* du willst niemanden belasten

* du hast gelernt, lieber still zu sein als anzuecken

Das ist kein Defekt. Das ist ein erlerntes Verhalten, das dir mal geholfen hat. Dein Körper merkt nur irgendwann: „So geht es nicht mehr weiter.“ Und meldet sich, über Spannung, Druck, Müdigkeit oder Frust.

 

Chakren sind keine Bewertungsskala

Du bist nicht weiter, wenn alles offen ist. Du bist nicht unbewusst, wenn etwas stockt. Und du bist ganz sicher kein Reparaturprojekt. Chakren zeigen Zustände, keine Urteile.

So wie:

* Müdigkeit kein Charakterfehler ist

* Stress kein persönliches Versagen ist

* Überforderung nichts über deinen Wert sagt

 

Warum Nicht-Spiris davon genauso betroffen sind

Du musst an Chakren nicht glauben, damit sie wirken. So wie du nicht an dein Nervensystem glauben musst, damit es reagiert. 

Chakren sind einfach ein Modell, um zu verstehen:

* wo du Druck speicherst

* wie du mit Stress umgehst

* welche Themen dich gerade fordern

Ob du das nun Energie, Körperreaktion oder Stressverarbeitung nennst, ist egal. Dein System reagiert trotzdem.

 

Was wirklich hilft und was nicht

Was nicht hilft:

* sich ständig zu analysieren

* nach der nächsten Blockade zu suchen

* sich einzureden, man müsse erst heil sein

Was hilft:

* verstehen, was gerade los ist

* aufhören, sich selbst zu verurteilen

* kleine, alltagstaugliche Schritte

Chakra-Arbeit ist kein Großprojekt. Sie beginnt oft damit, dass du dich nicht mehr gegen dich selbst stellst.

 

Wusstest du ...?

Viele körperliche Symptome entstehen nicht, weil etwas kaputt ist, sondern weil dein System zu lange kompensiert hat. 

Selbstregulation ist anstrengender als Offenheit, deshalb fühlt sich Blockade oft wie Erschöpfung an.

Dein Körper arbeitet immer für dich, auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt.

 

Wenn du also das nächste Mal denkst:

„Mein Chakra ist blockiert, mit mir stimmt was nicht“, halt kurz inne. Vielleicht stimmt nicht etwas nicht mit dir. Vielleicht warst du einfach zu lange stark. Und vielleicht geht es nicht darum, etwas zu reparieren, sondern darum, dich wieder ernst zu nehmen.

 

Wenn du tiefer einsteigen willst

Wenn du das Thema Chakren alltagstauglich, ohne Eso-Gelaber und ohne Selbstoptimierungsdruck verstehen willst, dann ist mein E-Book genau dafür da:

„Chakren Reset – Wie du Blockaden löst, ohne dich zu überfordern"

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* klare Erklärungen ohne Fachchinesisch

* typische Alltagsmuster hinter jedem Chakra

* sanfte Übungen, die du wirklich in dein Leben integrieren kannst

* kein „Du musst“, sondern echtes Verstehen

Du musst nichts an dir reparieren. Du darfst dich nur besser verstehen.

 

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