Karma

Veröffentlicht am 23. Dezember 2025 um 05:35

Karma

Wenn etwas in dir alt ist, obwohl es gerade passiert

Karma ist kein Schlagwort, das man locker benutzt. Und es ist auch kein spirituelles Strafsystem, das über dich richtet. Karma ist nichts, wovor du Angst haben musst. Karma ist viel leiser, viel ehrlicher. Und oft genau das, was wir am längsten versuchen zu erklären, zu verstehen oder wegzudenken, statt es wirklich zu fühlen.

Karma zeigt sich meistens dann, wenn du innerlich denkst:

„Warum bin ich schon wieder hier?“

„Warum fühlt sich das so bekannt an?“

„Warum passiert mir das immer wieder?“

Und genau da liegt der Kern: Karma ist das, was sich wiederholt, weil es innerlich noch nicht abgeschlossen ist. Nicht, um dich zu ärgern oder um dich klein zu halten, sondern weil dein System sagt: Da ist noch etwas offen.

 

Was Karma wirklich ist und was es nicht

Karma ist keine moralische Instanz. Es bewertet dich nicht. Es urteilt nicht über richtig oder falsch. Karma kennt kein „Du hättest es besser machen müssen“.

Karma funktioniert nach einem ganz anderen Prinzip: Ursache und Wirkung, aber nicht als Handlung, sondern als energetische Bewegung. Die Ursache ist nicht nur das, was du tust. Die Ursache ist auch das, was du fühlst, unterdrückst, glaubst, fürchtest oder festhältst. Und die Wirkung ist nicht immer sichtbar im Außen, sondern oft spürbar im Inneren.

Karma ist wie ein Echo. Nicht von dem, was du willst, sondern von dem, was in dir noch ungelöst schwingt.

 

Wo Karma herkommt

Karma entsteht immer dort, wo etwas nicht zu Ende gelebt werden konnte. Und nicht zu Ende bedeutet nicht automatisch dramatisch. Es bedeutet oft ganz leise: etwas wurde nicht gefühlt, nicht ausgesprochen, nicht betrauert, nicht entschieden oder nicht losgelassen.

 

Karma aus diesem Leben

Prägung, Kindheit, Nervensystem

Viele karmische Themen haben einen sehr menschlichen Ursprung. Dein Nervensystem lernt früh, wie die Welt funktioniert. Es lernt, wie du sein musst, um sicher zu sein. Wie du reagieren musst, um nicht verlassen zu werden. Wie du dich verhalten musst, um geliebt zu werden. Und daraus entstehen innere Programme, die tief sitzen. Nicht als Gedanken, sondern als Körpererinnerung. Dein System weiß dann: So fühlt sich Sicherheit an. Und alles, was davon abweicht, wird unruhig. Später im Leben zeigt sich das als Karma, weil du nicht bewusst dieselben Situationen suchst, sondern dieselben Gefühle. Dein System greift nach dem, was es kennt. Vertraut fühlt sich sicher an, auch wenn es nicht gut tut.

 

Karma aus Beziehungen

Bindung und offene Enden

Manches Karma hängt an Menschen. Nicht, weil diese Menschen dein Schicksal sind, sondern weil die emotionale Verbindung innerlich nicht abgeschlossen wurde. Wenn Beziehungen enden, aber keine echte innere Klärung stattfindet, bleibt Ladung zurück. Diese Ladung wirkt weiter: als Gedanken, als Schuldgefühl, als Verantwortung, als Sehnsucht oder als innere Unruhe. Das ist kein Mangel an Willenskraft, das ist Bindungsenergie. Solange dein System spürt: Das ist noch nicht fertig, wird das Thema immer wieder auftauchen, um gelöst zu werden.

 

Karma aus der Ahnenlinie

Familienkarma

Manche Themen fühlen sich größer an als du. Schwerer, älter, tiefer verwurzelt. Das ist oft Ahnenkarma. Muster, die über Generationen weitergegeben wurden, weil niemand sie unterbrechen konnte. Vielleicht trägst du unbewusst die Überzeugung, dass man sich zusammenreißen muss. Dass Gefühle gefährlich sind. Dass Liebe an Pflicht gebunden ist. Dass Sicherheit nur durch Anpassung entsteht. Diese Muster leben nicht als Gedanken in dir, sie leben als innere Haltung, als Schuldgefühl, wenn du anders willst, als Widerstand gegen Leichtigkeit, als Loyalität gegenüber Leid. Ahnenkarma zeigt sich oft als das Gefühl, etwas nicht einfach ablegen zu dürfen, obwohl du weißt, dass es nicht wirklich deins ist.

 

Karma aus Vorleben

Seelenkarma

Wenn wir die seelische Ebene mit einbeziehen, dann ist Karma auch mitgebrachte Erfahrung. Nicht als Strafe, sondern als Lernfeld. Karma aus Vorleben entsteht dort, wo Erfahrungen nicht vollendet wurden. Wo Wahrheiten nicht ausgesprochen, Beziehungen nicht abgeschlossen, Rollen nicht aufgelöst wurden. Die Seele nimmt diese Ladung mit, weil sie nach Vollendung strebt. Manche Seelen treffen sich wieder, um Dinge anders zu lösen. Das erklärt diese intensive Vertrautheit ohne Logik. Dieses Gefühl von „Ich kenne dich“, ohne zu wissen, woher. Auch alte Gelübde wirken oft bis heute. Armut, Schweigen, Selbstaufopferung oder der innere Satz „Ich darf nicht glücklich sein“ können sich in diesem Leben als Blockaden zeigen, ohne dass es dafür eine klare Geschichte gibt.

 

Verschiedene Arten von Karma

Wiederholungs-Karma zeigt sich darin, dass ähnliche Situationen immer wieder auftauchen. Nicht, weil du lernresistent bist, sondern weil dein System erst durch Wiederholung erkennt, dass heute eine andere Reaktion möglich ist.

Ausgleichs-Karma entsteht dort, wo lange ein Ungleichgewicht bestand. Wenn du dich immer übergehst, kommt irgendwann ein Punkt, der dich stoppt. Nicht als Strafe, sondern als Korrektur.

Bindungs-Karma zeigt sich als emotionale Verstrickung. Als Gefühl von Verantwortung, Schuld oder Abhängigkeit. Oft sitzt es tief im Herzen oder im emotionalen Körper.

Ahnenkarma zeigt sich als „So macht man das bei uns“.

Und Lern- oder Seelenwegkarma zeigt sich dort, wo deine Seele wachsen will nicht durch Denken, sondern durch Verkörperung.

 

Warum Karma lösen?

Ungelöstes Karma steuert dein Leben leiser, als dir lieb ist. Nicht offensichtlich, nicht dramatisch, sondern unterschwellig, wie ein inneres Programm, das immer im Hintergrund läuft. Solange Karma ungelöst ist, triffst du Entscheidungen nicht aus Freiheit, sondern aus alten inneren Beweggründen heraus. Du reagierst, statt bewusst zu wählen. Das fühlt sich oft so an, als würdest du dein Leben leben, aber innerlich zieht etwas an dir. Etwas entscheidet schneller als du. Etwas sagt „Ja“, obwohl du „Nein“ fühlst. Etwas bleibt, obwohl du eigentlich gehen willst. Ungelöstes Karma wirkt wie ein innerer Autopilot. Und dieser Autopilot hat nicht das Ziel Glück, Erfüllung oder Leichtigkeit. Er hat nur ein Ziel: Sicherheit. Sicherheit im Sinne von: „Das kenne ich.“, „So war es schon immer.“, „So habe ich überlebt.“ oder „So bleibe ich verbunden.“ Und genau deshalb ist ungelöstes Karma so mächtig. Weil es nicht fragt, ob es dir gut tut, sondern ob es dir vertraut ist.

Karma zu lösen bedeutet nicht, dass dein Leben plötzlich nur noch leicht ist. Es bedeutet nicht, dass es keine Herausforderungen mehr gibt. Und es bedeutet auch nicht, dass alles weg ist.

Karma lösen bedeutet etwas viel Grundlegenderes: Du kommst zurück in die innere Führung. Du merkst plötzlich, dass zwischen Reiz und Reaktion wieder Raum entsteht. Dass du nicht mehr automatisch antwortest, handelst, bleibst oder kämpfst. Dass du innehalten kannst. Spüren kannst. Und dann bewusst entscheiden kannst. Nicht aus Angst, nicht aus Schuld, nicht aus Loyalität. Sondern aus deiner Wahrheit heraus. Und genau das ist Freiheit.

 

Auswirkungen im Alltag, wenn Karma ungelöst ist

Ungelöstes Karma fühlt sich selten wie ein großes Drama an. Es fühlt sich eher an wie eine ständige innere Schwere, die man irgendwann gar nicht mehr hinterfragt. Wie ein Ziehen im Inneren. Wie ein Gefühl von „Ich muss“, obwohl niemand dich zwingt. Wie ein inneres Verpflichtetsein, ohne genau zu wissen, warum. Im Alltag zeigt sich das ganz konkret. Du wirst schneller getriggert, auch bei Kleinigkeiten. Nicht, weil du überempfindlich bist, sondern weil alte Ladung berührt wird. Du fühlst Schuld, obwohl du objektiv nichts falsch gemacht hast. Vor allem dann, wenn du Grenzen setzt, für dich einstehst oder etwas anders machen willst als bisher. Du bleibst in Beziehungen länger, als dir gut tut, weil dein System gelernt hat: Gehen ist gefährlich. Oder du gehst zu früh, weil Nähe ebenfalls als Gefahr abgespeichert ist. Viele Menschen mit ungelöstem Karma haben das Gefühl, sich nicht wirklich frei entscheiden zu können. Es ist, als würde etwas mitentscheiden. Etwas Unsichtbares, das immer wieder dieselbe Richtung vorgibt. 

Der Körper reagiert darauf oft sehr deutlich. Er ist angespannt, auch wenn äußerlich alles ruhig scheint. Er ist müde, obwohl du genug schläfst. Er steht dauerhaft unter Strom, im inneren Alarmzustand. Nicht, weil du zu sensibel bist, sondern weil dein System trägt. Und zwar mehr, als es eigentlich müsste.

Ungelöstes Karma ist wie ein innerer Rucksack, den du schon so lange trägst, dass du vergessen hast, wie es sich ohne anfühlt.

 

Auswirkungen, wenn Karma gelöst ist

Gelöstes Karma fühlt sich ruhig an. Nicht spektakulär, aber klar. Gedanken kreisen weniger. Trigger verlieren ihre Macht. Grenzen setzen fühlt sich natürlicher an. Der Körper wird weicher. Entscheidungen kommen aus Wahrheit statt aus Angst. Du wirst nicht härter, du wirst freier.

 

Karma und Chakren 

Wo es sich festsetzt

Karma sitzt nicht nur im Denken. Es sitzt im Energiesystem. Dort, wo Energie einmal nicht frei fließen durfte.

🔴 Im Wurzelchakra zeigt sich Karma oft als tiefe Existenzangst. Nicht immer bewusst, aber spürbar. Als Kontrollbedürfnis, als innere Unruhe, als Gefühl, dass jederzeit etwas schiefgehen könnte. Häufig ist das Ahnenkarma oder frühe Prägung, das Gefühl, nicht sicher zu sein.

🟠 Im Sakralchakra zeigt sich Karma als Bindungsthema. Als Schuld, Scham oder emotionale Abhängigkeit. Als Schwierigkeit, Nähe zuzulassen oder Genuss zu erlauben. Hier wirken oft alte Gelübde, Beziehungskarma oder Vorleben-Themen.

🟡 Im Solarplexuschakra zeigt sich Karma als Selbstwertthema. Als Unsicherheit in Entscheidungen. Als People Pleasing. Als Angst, anzuecken oder abgelehnt zu werden. Hier sitzt oft das Karma von „Ich darf nicht“ oder „Ich muss mich anpassen“.

🟢 Im Herzchakra zeigt sich Karma als Verlustangst oder Selbstaufgabe. Als Festhalten, obwohl es weh tut. Oder als Herzmauer, weil Nähe zu gefährlich erscheint. Hier wirken häufig Bindungs- und Loyalitätskarma.

💠 Im Halschakra zeigt sich Karma als Schweigen. Als Angst, die eigene Wahrheit auszusprechen. Als ständiges Schlucken, Erklären oder Zurücknehmen. Oft verbunden mit alten inneren Sätzen wie: Mach keinen Ärger.

🔵 Im Stirnchakra zeigt sich Karma als Verwirrung und Selbstzweifel. Als Overthinking. Als Misstrauen gegenüber der eigenen Wahrnehmung. Hier sitzt oft Karma aus Verunsicherung oder emotionaler Manipulation.

🟣 Und im Kronenchakra zeigt sich Karma als Leere. Als Gefühl von Getrenntsein. Als Sinnkrise. Als inneres „Ich weiß nicht mehr, wofür das alles ist.“

All diese Chakren sprechen nicht von Fehlern. Sie sprechen von Erfahrungen, die noch nicht integriert sind.

 

Karma und Schicksalsmatrix

Die Schicksalsmatrix ist kein Urteil. Sie sagt dir nicht, was falsch an dir ist. Sie sagt dir nicht, was du besser machen solltest Die Matrix ist eine Landkarte. Eine Karte deiner Wiederholungen. Sie zeigt dir, wo Energie festhängt. Wo Programme laufen. Wo dein System immer wieder landet, unabhängig davon, was du dir vornimmst.

Besonders deutlich wird Karma in der Karma-Position. Hier zeigen sich Themen, die sich nicht wegdenken lassen. Themen, die immer wieder auftauchen: in Beziehungen, Entscheidungen, Konflikten, Gefühlen. Minusenergie in dieser Position fühlt sich oft an wie ein Kreis. Du kommst weiter. Aber irgendwann bist du wieder am selben Punkt. Nicht, weil du versagst, sondern weil dein System noch festhält.

Auch im Eltern-Kind-Karma zeigen sich karmische Bindungen. Hier liegen Loyalitäten, Schuldprogramme und Rollen, die du übernommen hast, um dazuzugehören. Rollen wie:

„Ich muss stark sein.“

„Ich darf nicht enttäuschen.“

„Ich bin verantwortlich.“

„Ich halte das aus.“

Die Matrix zeigt dir das nicht, um dich zu bewerten, sondern um dir zu zeigen: Hier hält dein System fest. Und genau hier ist Lösung möglich. Nicht durch Druck, durch Optimierung, sondern durch Bewusstheit, Mitgefühl und echtes Lösen.

 

Karma lösen heißt nicht, deine Geschichte abzulehnen

Sondern sie dort zu beenden, wo sie dich nicht mehr trägt. Und genau dort beginnt Freiheit.

 

Wenn du spürst, dass es für dich nicht mehr reicht, dein Karma nur zu verstehen, sondern dass du es wirklich lösen möchtest, dann ist mein Karma Clearing genau dafür da!

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